Stadtnachricht

Bulich blüht auf!


Ökologische Aufwertung kommunaler Flächen im Stadtgebiet

Das Thema Naturschutz ist in aller Munde und nicht zuletzt das Artensterben in den letzten Jahrzehnten und auch der Klimawandelt haben deutlich gemacht, dass wir alle etwas zur Verbesserung der Situation beitragen können und müssen.

Auch die Stadt Neubulach möchte ihren Beitrag dazu leisten und hat gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Bauhof, Forst, engagierten BürgerInnen und dem Landschaftserhaltungsverband im Landkreis Calw e.V. einige Flächen festgelegt, die ökologisch aufgewertet werden sollen. Erfolgen soll dies insbesondere durch Änderungen bei der Pflege durch den städtischen Baubetriebshof, aber auch die grundsätzliche Umgestaltung einzelner Flächen.

Zu den besprochenen und festgelegten Schritten wurde ein Protokoll erstellt, das hier im Wesentlichen wiedergegeben wird.

Wichtigster Punkt und roter Faden ist ein geeignetes Mahdregime. Mulchen ist immer negativ zu bewerten, da das Schnittgut dabei auf der Fläche verbleibt und sich eine dichte Auflage bildet, die die darunter liegende Vegetation hemmt (insb. seltene und empfindliche Blühpflanzen). Außerdem werden durch die Mulchschicht kontinuierlich Nährstoffe eingebracht und die Fläche langfristig eutrophiert. Dies wirkt sich nachteilig auf die Artenvielfalt und die Anzahl von Blühpflanzen aus. Gräser und „Allerweltspflanzen“, wie Löwenzahn dominieren bei diesem Verfahren. Die Artenvielfalt und der ökologische Wert gehen zurück. Optimal ist eine zwei- bis dreimalige Mahd mit dem Messerbalken oder der Motorsense und ein Abtragen des Schnittgutes von der Fläche. Idealerweise sollte auf größeren Flächen nicht alles zum selben Zeitpunkt gemäht werden (Staffelmahd). Für viele Tierarten, insbesondere für Insekten ist es wichtig, dass über den Winter zumindest ein Teil der Gräser und Kräuter stehen bleibt, da diese als Überwinterungsquartiere und zur Eiablage genutzt werden (Altgrasbestände). Wo eine artenreiche Wiese entwickelt werden soll, sollte eine Stickstoffdüngung immer unterbleiben.

Ebenfalls ein wichtiger Baustein für die ökologische Aufwertung von Flächen, ist die Anlage mehrjähriger Staudenbeete. Staudenbepflanzung ist ökologisch und auch wirtschaftlich deutlich sinnvoller, als Saisonbepflanzung. Dabei ist die Auswahl einheimischer Arten besonders wichtig, da aktuell im Bestand bedrohte und rückläufige Wildbienen i.d.R. stark spezialisiert sind und je nach Art nur bestimmte einheimische Wildpflanzen annehmen.

In anhängendem Download können Sie die geplanten Umsetzungen des Projektes betrachten:

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